Monthly Archives: September 2009

Ergebnis Piratenpartei bei der Bundestagswahl 2009

Internet-Abstimmungen ließen vermuten, dass die Piratenpartei eine durchaus wichtige Rolle in der deutschen Politik einnehmen könnte. Doch das Wahlergebnis sieht letztendlich doch völlig anders aus. Mit nur etwa zwei Prozent schafft es die Partei bei Weitem nicht ins Parlament. Die Piratenpartei, die hauptsächlich im Internet für Aufsehen sorgte, konnte nicht genügend Wähler mobilisieren.

Dennoch besteht bei den Anhängern kein Grund zur Traurigkeit. Schließlich sei die Partei erstmals zur Bundestagswahl angetreten und dafür sei ein Wahlergebnis von zwei Prozent nicht schlecht. Immerhin kann die Piratenpartei ein besseres Ergebnis verbuchen als die Grünen bei ihrer ersten Bundestagswahl. Jetzt hat die Piratenpartei zumindest die Chance, die nächsten vier Jahre zu nutzen, um an Bekanntheit zu gewinnen. Mal sehen, wie das Ergebnis 2013 aussieht…

Eure Meinung ist gefragt!

Wie findet Ihr das Ergebnis der Piratenpartei? Enttäuschend oder motivierend? Hättet Ihr mit mehr gerechnet?

Bundestagswahl 2009: vorläufiges Ergebnis – Hochrechnung am 27.9.09

Bundestagswahl 2009 am 27.9.09

Heute, am 27.9.2009, hat sich entschieden, wer die kommenden vier Jahre Deutschland regieren wird. Bereits seit acht Uhr heute Morgen kann gewählt werden, die ersten Hochrechnungen gab es um 18 Uhr heute Abend.

Die Spekulationen laufen schon seit Wochen und Monaten auf Hochtouren und jeder versucht, eine valide Prognose abzugeben. Jetzt herrscht Gewissheit: Union und FDP sind gemeinsam regierungsfähig und lösen damit die Große Koalition ab.

Bundestagswahl 2009: die erste Hochrechnung

Erst ab 18 Uhr darf am Wahltag die erste Hochrechnung veröffentlicht werden. Warum ist das so? Ganz einfach: würde das Ergebnis schon vorher bekannt sein, würde dies die Wahlentscheidung einiger Wähler beeinflussen. Es ist wissenschaftlich belegt, dass es eine Tendenz zum Sieger gibt. Würde also vorher bekannt, dass die CDU die Wahl gewinnen wird, so würden sich einige unentschlossene Wähler noch für die CDU entscheiden. Deshalb wird befürchtet, dass auch über Twitter erste Ergebnisse schon vorher bekannt gemacht werden – so wie es bei anderen Wahlen schon passiert ist.

Vorläufiges Ergebnis der Bundestagswahl 2009

Seit 18 Uhr gibt es die ersten Hochrechnungen zur Bundestagswahl am 27.9.09. Diese werden nach einer gewissen Zeit immer wieder aktualisiert, um am Ende das amtliche Endergebnis vorliegen zu haben. Hier die Ergebnisse der ersten Hochrechnung:

bundestagswahl-2009

CDU: 33,5 % | SPD: 23,5 % | FDP: 14,5 % | Die Linke: 13 % | Die Grünen: 10 %

Piratenpartei erreicht zwei Prozent

Gerade im Internet konnte die Piratenpartei binnen kurzer Zeit an Popularität gewinnen. Doch ein Ergebnis von zwei Prozent erscheint da nicht wirklich gut. mehr zum Ergebnis der Piratenpartei

Internet-Wahlkampf 2009: Die großen Parteien haben es schwer im Netz

Gerade zu dieser Bundestagswahl wird dem Internet eine besonders große Wirkungskraft zugesprochen. Es heißt, der Internetwahlkampf hierzulande würde sich an dem von Barack Obama orientieren, der – so hört man immer wieder – durch seine perfekten Webauftritte ins Weiße Haus gekommen wäre. Doch schaut man sich die Internetauftritte der großen Parteien in Deutschland an, so fällt sofort eines auf: die etablierten Parteien haben es nicht wirklich leicht, die Aufmerksamkeit der Wähler auf sich zu lenken. Wesentlich besser läuft es bei den unkonventionellen Parteien, allen voran die Piratenpartei. Einige Daten sollen dies veranschaulichen:

Parteien bei meinVZ

Ob Facebook, Youtube oder meinVZ: in sozialen Netzwerken tummeln sich Millionen Wähler. Vor allem deswegen können sich auch Parteien nicht mehr von diesen Portalen fernhalten und müssen versuchen, hier um Sympathisanten zu werben. In Deutschland spielt meinVZ die größte Rolle, wo die einzelnen Parteien eine eigene Unterseite bekommen haben. Besonders interessant sind die Zahlen der Anhänger, anhand derer man Aussagen über die Unterstützung für die Partei im Web ableiten kann. Zum anderen scheint es auch von Bedeutung zu sein, wie die Involvierung aussieht, also wie viele Menschen sich aktiv auf der entsprechenden Parteiseite bei meinVZ beteiligen – und zwar in Form von Pinnwandeinträgen. Dabei sollte allerdings nie aus den Augen verloren werden, dass meinVZ vorwiegend von jungen Wählern genutzt wird, deren politische Orientierung nicht der deutschen Grundgesamtheit entspricht. Aufgrund dieser Daten Aussagen über den Wahlausgang zu treffen wäre also falsch (Stand: 24.9.2009):

parteien-social-web1

Besucherzahlen Parteihomepages

Des Weiteren ist ein Blick auf die Besucherzahlen von Parteiseiten interessant, um mehr über die Reichweite im Internet aussagen zu können. Die Daten beziehen sich auf den Monat August 2009 und wurden dem Google Ad Planner entnommen:

1. piratenpartei.de: 240.000 unique visitors
2. cdu.de: 110.000 unique visitors
3. spd.de: 110.000 unique visitors
4. gruene.de: 85.000 unique visitors
5. die-linke.de: 84.000 unique visitors
6. liberale.de: 70.000 unique visitors

Was sagen diese Zahlen aus?

Wie bereits erwähnt, sollte man an diesen Zahlen nicht den Wahlausgang festmachen. Dennoch lässt sich zumindest sagen, dass die Piratenpartei wesentlich erfolgreicher im Web ankommt als die etablierten Parteien. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass die Piratenpartei noch sehr jung ist und dass sich deswegen besonders viele Menschen über die Partei, deren Ziele und deren ideologische Ausrichtung informieren möchten. Zum anderen besteht die Zahl der Internetnutzer vor allem aus jungen Menschen. Dennoch dürfen auch die etablierten Parteien nicht versäumen, sich den Bedürfnissen der „Web-2.0.-Gemeinde“ anzupassen.

H. G. Wells – schon wieder ein neues Google Doodle am 21.9.09

H G Wells Schon wieder überrascht Google mit einem neuen Doodle, das am 21.9.2009 die Nutzer der Suchmaschine auf eine Ergebnisliste führt. Grund genug, sich deswegen mal mit H. G. Wells zu beschäftigen. Die Abkürzung steht für Herbert George Wells, der am 21.9.1866 geboren wurde und am 13.8.1946 starb. Er war ein englischer Schriftsteller und verfasste zahlreiche Science-Fiction-Romane, weswegen er sich wohl besonders für das neue Doodle eignete.

Das knüpft nämlich wieder an die letzten beiden an, die „Rätselhaftes Phänomen“ und „Kornkreise“ hießen und immer mit Ufos zu tun hatten. Auch auf dem aktuellen Doodle sind Ufos zu sehen, die offenbar die Häuser eines Dorfes mitnehmen. Spekuliert wurde bislang viel, aber was genau es damit auf sich hat, ist wohl noch nicht wirklich geklärt. Aber: Google ist mal wieder in aller Munde.

Christian Ude eröffnet Oktoberfest 2009 in München

Oktoberfest 2009

Um 12 Uhr eröffnete Münchens Oberbürgermeister Christian Ude mit dem Fassbieranstich das 176. Oktoberfest. Nach gerade einmal zwei Schlägen rief er den bekannten Spruch “O’zapft is!” aus und eröffnete damit das größte Volksfest der Welt. Seinen ersten Fassbieranstich hatte Ude im Jahre 1993, als er aber noch sieben Schläge brauchte.

Mit einer gewissen Ironie nahm er auch Bezug auf den neuen Ministerpräsidenten Horst Seehofer: “Ich freue mich, hier jedes Jahr einen neuen Ministerpräsidenten kennen zu lernen.” Doch aufgrund des großen Besucheransturmes mussten die Bierzelte schon frühzeitig wegen Überfüllung geschlossen werden. Die meisten Wiesn-Fans harrten schon Stunden zuvor vor den Zelten aus, um sich einen der begehrten Plätze zu sichern.

Auch unzählige Touristen aus aller Welt sind wieder nur für das Oktoberfest nach München gereist – und das trotz der hohen Preise. Ein Maß Bier kostet bis zu 8,60 Euro.

Angst vor Schweinegrippe und Terroranschlägen

Das Oktoberfest 2009 geht bis zum 4. Oktober und wird auf der Theresienwiese ausgetragen, wo 624 Schausteller Besucher aus aller Welt empfangen. Wie in den vergangenen Jahren werden auch in diesem Jahr Menschen aus allen Kontinenten auf das weltbekannte Fest in München kommen. In den Bierzelten wird bis in die Nacht hinein gefeiert, auf dem Festplatz warten unzählige Fahrgeschäfte und Essensstände auf die Besucher. Sorgen bereitet den Betreibern in diesem Jahr die Schweinegrippe, die sich vor allem da verbreitet, wo viele Menschen aufeinander treffen. Doch dafür werden zumindest Flyer mit Warnhinweisen verteilt. Es wird empfohlen, zu viel Körperkontakt zu vermeiden, was gerade auf dem Oktoberfest kaum möglich sein wird. Auch die Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest 2009 stehen unter besonderer Beobachtung, da es immer wieder zu Zwischenfällen kam. Ebenso kritisch werden aktuelle Drohungen der Al-Kaida gesehen, die vor Anschlägen in Deutschland warnen. Gerade bei großen Menschenansammlungen – wie auf dem Oktoberfest – besteht ein erhöhtes Risiko.

Amoklauf von Ansbach zuerst bei Twitter

Immer wieder drängt sich der Microblogging-Dienst Twitter in die Medien, der aufgrund seiner enormen Aktualität an Popularität gewinnt. So auch nach dem heutigen Amoklauf von Ansbach, bei dem ein 19-Jähriger mehr als zehn Menschen verletzte. Bereits wenige Minuten nach der Tat postete ein Nutzer News über seinen Twitter-Account. Auch dem Nachrichtensender n-tv zufolge sei der Tweet die erste Meldung gewesen, die über das Internet zu lesen war.

Eigenen Angaben zufolge handelt es sich bei dem Twitter-Nutzer nicht um einen Augenzeugen. Offenbar hat seine Nachricht über den Kurznachrichten-Dienst für so viel Aufmerksamkeit gesorgt, dass sich ständig Journalisten bei dem jungen Mann melden. Um die letzten Tweets nachzuverfolgen, hier ein Screenshot des Accounts mit dem ersten Tweet zum Amoklauf:

amoklauf-twitter

Amoklauf Ansbach – zehn Verletzte an Schule

Heute Morgen ereignete sich eine Tragödie an einem Gymnasium in Ansbach, bei dem mindestens zehn Schüler teils schwer verletzt wurden. Die Verletzten wurden bereits in ein Krankenhaus eingeliefert und befinden sich nicht mehr in Lebensgefahr. Der 19-jährige Täter wurde inzwischen festgenommen, nachdem er von fünf Polizeikugeln getroffen wurde. Die Polizisten stellten den Täter auf der Schultoilette und eröffneten das Feuer, nachdem er sich auf die Beamten zubewegte. Er befindet sich noch immer in einem kritischen Zustand. Währenddessen erließ die Staatswanwaltschaft Haftbefehl wegen versuchten Mordes.

Das Gymnasium Carolinum  wurde weiträumig abgesperrt, die geschockten Schülerinnen und Schüler werden betreut.

Amoklauf Ansbach – was ist passiert?

Angeblich habe der Täter das Schultor mit einer Axt aufgebrochen und hat dann offenbar mehrere Molotow-Cocktails geworfen. Auch von Schüssen ist die Rede, diese Meldung konnte bislang aber noch nicht bestätigt werden. Eine Pressekonferenz wurde bereits einberufen.

 

17.9.2009

Asiatische Restaurants Mainz

In Mainz gibt es viele asiatische Restaurants, die sich meist in der Innenstadt befinden. Aber auch in den Mainzer Vororten haben sich einige Restaurants etablieren können, die sich in erster Linie auf asiatische Gerichte konzentrieren. Hier eine kleine Auswahl an asiatischen Restaurants in Mainz. Die, die eine eigene Webseite haben, sind natürlich direkt verlinkt:

Kennen Sie ein asiatisches Restaurant in Mainz, das Sie empfehlen können? Falls ja, können Sie dies hier gerne erwähnen:

Kornkreise als Google Doodle am 15.9.09

KornkreiseSchon wieder hat Google ein Doodle live gestellt, das etwas rätselhaft wirkt: Kornkreise heißt es seit 0 Uhr auf der Startseite des Suchmaschinendienstes, verlinkt mit der entsprechenden Ergebnisliste (Bild © google.de).

Doch warum hat sich Google ausgerechnet für Kornkreise entschieden? Was hat das zu bedeuten? Es ist noch nicht lange her, da hieß das Doodle “Rätselhaftes Phänomen” und tausende Onliner suchten nach einem Sinn.

Vielleicht dürfte es ja jetzt bei “Kornkreis” am 15.9.2009 leichter fallen? Zumindest wird das neue Doodle wohl wieder unzählige Diskussionen in die Wege leiten.

TV Dreikampf am 14.9.09: Westerwelle, Trittin und Lafontaine im Duell

TV Dreikampf

Gestern Abend lief das TV Duell zwischen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier, am heutigen 14.9.2009 der TV Dreikampf zwischen den Oppositionsparteien in der ARD, vertreten durch Guido Westerwelle, Jürgen Trittin und Oskar Lafontaine. Was hatten beide Duelle gemeinsam? Eigentlich nicht viel. Während es zwischen Merkel und Steinmeier eher eine gesellige Gesprächsrunde war, konnte man zwischen den Oppositionsführern einen wirklichen Wettstreit festmachen. Jeder beharrte auf seinen Prinzipien und seinem Wahlprogramm und scheute sich nicht vor einer Konfrontation.

Ein Kommentar zum Mindestlohn

Es wurden viele Themen angesprochen, wie die Debatte um einen Mindestlohn, die Manager-Gehälter und die Bildungspolitik. Gerade die Diskussionen um den Mindestlohn lieferten reichlich Kontroversen. Während sich Oskar Lafontaine für einen Mindestlohn um die 10 Euro pro Stunde aussprach, hielt Guido Westerwelle diese Aussage für unvernünftig und kontraproduktiv – und das zurecht. Als Beispiel dienten die Friseurbetriebe in Berlin, die ihre Dienste zu Niedrigstpreisen anbieten. Natürlich ist es nicht fair, wenn dort ein Friseur für ein paar Euro die Stunde schufften muss. Aber welche Auswirkungen hätte die Einführung eines Mindestlohns von zehn Euro? Dann müssten die Friseurbetriebe in sozial schwachen Stadtbezirken ihre Preise deutlich anheben – und die Kunden blieben weg. Die Folge? Die Schließung des Ladens. Eine Kette von dramatischen Ereignissen würde ihren Lauf nehmen. Einführung eines Mindestlohns –> Erhöhung der Preise –> weniger Kunden –> zu wenige Einnahmen –> Kündigungen –> Schließung des Ladens. Ist es das, was erreicht werden soll? Mehr Arbeitslose? Die Vernichtung von Existenzen? Die Linkspartei würde die Frage traurigerweise mit einem “Ja” beantworten.

Die Managergehälter

Auch die Debatte um Manager-Gehälter zeigte die unterschiedlichen Standpunkte der Parteien. Während sich Lafontaine für eine Regulierung aussprach, bezweifelte Trittin, dass eine Regulierung der Gehälter auch wirklich den Arbeitern zugute käme. Guido Westerwelle ging noch einen Schritt weiter und sprach sich gegen ein staatliches Eingreifen aus. Der Staat habe nicht das Recht, Unternehmern vorzuschreiben, wie viel sie verdienen sollen. Auch ich denke, dass das ein falscher Weg ist. Man stelle sich vor, jemand hat eine pfiffige Idee, gründet ein Unternehmen, investiert, geht ein hohes Risiko ein, schafft Arbeitsplätze und erreicht nach harter Arbeit hohe Umsätze, die ein hohes Gehalt zur Folge haben. Soll der dann einen Teil “seines” Geldes abgeben? Das wäre nichts anderes als eine Bestrafung dafür, dass er ein umsatzstarkes Unternehmen gegründet und Arbeitsplätze geschaffen hat. Anders muss es aber aussehen, wenn jemand ein Unternehmen in den Ruin treibt und dafür eine hohe Abfindung kassiert. Das, was bei Arcandor passiert ist, muss als Negativ-Beispiel dienen und verlangt nach einer staatlichen Regelung.

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