News der Kategorie Kommentar

Erdogan in Düsseldorf: Empörung über Rede

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan war in Düsseldorf zu Gast und sorgt mit seiner Rede für bundesweite Empörung. Den Anlass zur Kritik gab er mit seiner Einstellung zur Assimilation: „Unsere Kinder müssen Deutsch lernen, aber sie müssen erst Türkisch lernen.” Dass solch ein Statement nicht hinzunehmen ist, brachten auch zahlreiche deutsche Politiker zum Ausdruck, die den türkischen Ministerpräsidenten stark kritisierten.

In der Äußerung Erdogans sehen viele Politiker eine gefährliche Entwicklung. Schließlich deutet er damit an, dass Integration die eigenen kulturellen Wurzeln von Migranten ausmerzen könne und ruft dazu auf, sich gegen diese angebliche Entwicklung zu wehren. Die intensiven Integrationsbemühungen Deutschlands werden dadurch erheblich beeinträchtigt. Wenn Erdogan sich dafür ausspricht, zuerst türkisch zu lernen und auch in anderen Bereichen Integrationsbestrebungen entgegenzuwirken, kann dies das Zusammenleben von Deutschen und Türken in Deutschland gefährden. Integration bedeutet nicht automatisch die Aufgabe der eigenen kulturellen Identität.

Kampf Vitali Klitschko vs Shannon Briggs endete ohne K.o.

WBC boxing champion Vitali Klitschko (L) of Ukraine lands a punch on Shannon Briggs of the U.S. during their WBC Heavyweight Championship boxing bout in Hamburg October 16, 2010. Klitschko won the fight on points after twelve rounds.  REUTERS/Christian Charisius (GERMANY - Tags: SPORT BOXING)

Am späten Samstagabend siegte Vitali Klitschko gegen den US-Amerikaner Shannon Briggs in Hamburg und verteidigte damit seinen WM-Titel im Schwergewicht. Auf ein K.o. wartete man allerdings vergeblich. Vor 16.000 Zuschauern lieferten sich die beiden Boxer hat einen harten Kampf, bei dem Shannon Briggs allerdings klar unterlegen war. Der zollte dem Sieger aber reichlich Respekt und lobte vor allem seine harten Schläge. Das sah vor dem Kampf noch anders aus. Da posaunte Shannon Briggs noch, er würde Klitschko schon nach 30 Sekunden K.o. schlagen.

Insgesamt war Briggs allerdings ganz klar unterlegen und war in der siebten Runde bereits stehend K.o. Neben Vitali Klitschko hat auch RTL gewonnen. Der Privatsender konnte sich nämlich über eine rekordverdächtige Quote freuen. Rund 14 Millionen Menschen haben den Kampf gesehen.

Showbühne Mainz begeistert mit „Reiz ist geil – Hirn-kost’ extra“

Die Showbühne Mainz lenkt den Fokus mit dem Stück „Reiz ist geil – Hirn-kost’ extra“ auf die Folgen der Informationsflut, die uns im alltäglichen Leben rund um die Uhr umgibt. Die Kommunikation zu Freunden und Bekannten erfolgt immer mehr über soziale Netzwerke, in denen mehr über uns zu erfahren ist, als es uns manchmal lieb ist. Die Dauerberieselung macht Spaß, Hirn kost’ aber extra.

Unter der Leitung von Sebastian W. Wagner geben die Darsteller Julia Heiser, Carolin Isabelle Ruthig und Bernd Fachinger alles, um dem Zuschauer an einigen Stellen einen Spiegel vorzuhalten und nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch zum Nachdenken zu bewegen. Ein Mix aus Gesang, Tanz und Schauspiel macht das Stück zu einer niveauvollen und unterhaltsamen Darbietung. Die letzte Aufführung am 18. September 2010 war allerdings schwach besucht – schade für die talentierten Darsteller, die wirklich alles gaben. Die letzte Aufführung ist auf den 20.11.2010 datiert.

Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier und Co: Politiker haben es nicht immer leicht

Angela Merkel

Es gibt zwei Berufe, die ich niemals ausüben würde: Schiedsrichter beim Fußball und Politiker. Die Gemeinsamkeit beider Berufe besteht darin, dass man mit jeder Entscheidung einen Teil der Wähler oder Fußballfans gegen sich aufbringt. Es fühlt sich also immer jemand benachteiligt und unfair behandelt.

Vergibt ein Schiedsrichter die rote Karte, so erntet er Buh-Rufe der Fans. Führt die Bundesregierung die Abwrackprämie ein, so empören sich Gebrauchtwagenhändler. Diese Frustrationen tragen dazu bei, dass sich immer Menschen von der Politik betrogen fühlen. Ob Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier oder Guido Westerwelle: als Spitzenpolitiker ist man nicht gerade beliebt. Oft liegt es daran, dass sich Wähler übertrieben benachteiligt und betrogen fühlen. Das Dilemma besteht darin, dass es nicht finanzierbar ist, allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Man kann nicht die Mehrwertsteuer senken und gleichzeitig die Ausgaben für Bildung erhöhen, um dann auch noch die Staatsverschuldung abzubauen. Aber paradoxerweise wird genau das gefordert. Ich möchte keineswegs mit einem Politiker tauschen, der sich in einer TV-Fragerunde befindet und dem Zuschauer eine befriedigende Antwort geben soll, ohne dem nächsten Frager schon im Vorhinein zu verärgern.

Das traurige Resultat der Misere: Politiker legen sich kaum noch fest, geben schwammige Antworten und lassen nur zaghaft anklingen, welche Politik sie verfolgen und für welche Inhalte sie eintreten. Für den Wahlkampf bedeutet das, dass die Person im Vordergrund steht und die eigentlichen Inhalte der Politik in den Hintergrund fallen. Und wer sich nicht durch die Parteiprogramme kämpft oder den Wahl-o-mat durchklickt, wird wohl nicht entscheiden können, welche Partei seine Bedürfnisse am besten umsetzt.

Flughafen Frankfurt darf ausgebaut werden – Zunahme an Umweltbelastungen?

Flughafen

Der Kasseler Verwaltungsgerichtshof hat den Ausbau des Frankfurter Flughafens am Freitag genehmigt. Einschränkungen gab es lediglich im Bereich der Nachtflüge. Der Flughafen-Betreiber Fraport plant eine vierte Bahn und einen weiteren Terminal, deren Bau rund vier Milliarden Euro verschlingen wird. Die grob 50 Millionen Passagiere pro Jahr sollen dadurch auf 88 Millionen im Jahr 2020 erhöht werden.

Auch wenn dies insgesamt rund 40.000 neue Arbeitsplätze schaffen könnte, so wie es Befürworter optimistisch verbreiten, bedeutet der Ausbau einen deutlichen Verlust an Lebensqualität für die Bevölkerung rund um Frankfurt. Der Flughafen gilt schon lange als einer der größten der Welt und weist eine enorme Zahl an Flügen auf. Die Lärmbelästigung, die durch die im Minutentakt landenden Flugzeuge verursacht wird, ist enorm. Durch den Ausbau dürfte die Frequenz noch einmal gesteigert werden. Besorgnis erregend ist auch der Umwelt-Aspekt, da durch das gestiegene Angebot an Flügen auch mehr Treibhausgase produziert werden. 1980 lag der Treibstoffverbrauch bei 33 Millionen Tonnen Kerosin, aktuell bei etwa 205 Millionen Tonnen in 20 Jahren bei geschätzten 600 Millionen Tonnen. Vor allem die entlassenen Treibhausgase in den oberen Luftschichten erweisen sich als äußerst klimaschädlich.

Natürlich muss man auch bedenken, dass der Flugverkehr für eine enorme Zahl an Arbeitsplätzen sorgt – und das nicht nur am Flughafen. Dennoch ist es unerlässlich, die ständige Erweiterung der Flüge und den Ausbau von Flughäfen zu reglementieren. Nur ungern verzichtet man auf den Urlaub im Ausland, was auch durchaus verständlich ist. Aber gerade kurze Flugstrecken sind in vielen Fällen unnötig und können durch umweltfreundlichere Verkehrsmittel ersetzt werden. Gerade in diesem Bereich kann man die Zahl der Flüge deutlich senken und damit auch letztendlich einen Flughafenausbau unnötig machen.

Twitter für Unternehmen – welche Bedeutung hat twitter.com in Deutschland?

Twitter

Das amerikanische Micro-Blogging-Portal Twitter erlebt einen rasanten Anstieg an Nutzern in Deutschland. In den USA wird die Seite bereits eine ganze Weile genutzt, wohingegen Twitter im deutschsprachigen Raum bislang nur für wenige ein Begriff war.
Doch spätestens seit dem Amoklauf von Winnenden, der Präsidentschaftswahl in den USA, den Aufständen im Iran und dem Tod von Michael Jackson gibt es auch in Deutschland immer mehr aktive und passive Nutzer.

Die Beweggründe für einen Besuch auf twitter.com variieren deutlich, was sicherlich auch daran liegt, dass viele nicht genau wissen, für was die Seite überhaupt geschaffen wurde.
Befragungen und diversen Untersuchungen zufolge gibt es im Wesentlichen zwei Gruppen von Twitter-Nutzern: die, die hier nach den aktuellsten Informationen suchen und die, die ihr Unternehmen bewerben möchten.

Die Möglichkeit, einem interessanten Micro-Blogger folgen zu können, sorgt für ein Mindestmaß an Qualitätssicherung. Wer hier zum nervigen Spammer mutiert, wird mit Twitter keinen dauerhaften Erfolg haben.
Doch worüber soll man schreiben, um möglichst viele Follower und Interessenten zu gewinnen? Ein Patentrezept für einen guten Twitter-Account gibt es nicht. Bekanntlich führen viele Wege nach Rom.
Einen großen Vorteil haben bekannte Großunternehmen, die alleine durch den Firmennamen schon Seriosität ausstrahlen. Kleinere Firmen müssen sich dieses Vertrauen erst erarbeiten bzw. “ertwittern”. Sinnvoll ist es sicherlich, über unternehmensrelevante Themen zu schreiben.

Ein Unternehmen aus der Reisebranche kann zum Beispiel die schönsten Reiseziele vorstellen, der Betreiber eines Hotels kann über aktuelle Arrangements und Sonderangebote schreiben. Follower bekommt man dann, wenn die bereitgestellten Informationen einen Mehrwert bieten oder wenn ein anderes Unternehmen aus derselben Branche sehen will, “was die Konkurrenz so macht”.

Aus diesem Grund ist natürlich darauf zu achten, nicht zu viel preiszugeben. Man muss immer im Hinterkopf haben, dass jeder auf der Welt die Tweets einsehen kann – und damit natürlich auch der Mitbewerber.

Die Kunst des Twitterns besteht vor allen Dingen darin, eine Kurzinfo auf maximal 140 Zeichen rüberzubringen. Das ist nicht immer einfach, zumal man ja auch noch einen Link unterbringen möchte. Diesen kann man zwar durch eine TinyUrl verkürzen, hat aber dennoch kaum Platz für eine Nachricht.

Follower erhält man jedoch nicht nur durch die eigenen Tweets, sondern auch, indem man anderen Twitterern folgt. Diese erhalten eine Nachricht über jeden Follower, sodass man auf diesem Wege auf sich aufmerksam machen kann. Daran lässt sich auch erkennen, wie gut man wirklich ist: Folgt man vielen Usern und erhält dadurch kaum eigene Follower, so sollte man seine Strategie nochmals überdenken.

Ein Pluspunkt: das Design

Zugegeben: das Standard-Design des Twitter-Profils wirkt recht langweilig. Doch diesem Problem kann man Abhilfe schaffen, indem man das Design aufwertet. Unter “Settings” kann man eine Hintergrundgrafik und ein Bild einstellen, um den Account zu individualisieren. Darüber hinaus kann man eine Kurz-Biografie verfassen, um anderen Usern zu zeigen, um was es Ihnen geht.

Bedeutung für Suchmaschinen – ist Twitter SEO-relevant?

Viele Twitter-Nutzer erhoffen sich durch das Setzen von Links wertvolle Links von einer äußerst starken Domain. Doch für die Suchmaschinenrelevanz der eigenen Seite bringt Twitter nahezu nichts. Der Link, den man seinem Profil beifügen kann, enthält ein no-follow und bringt allenfalls etwas für die Domainsichtbarkeit. Im Gegensatz dazu kann Twitter jedoch für einen ansteigenden Traffic sorgen, der nicht zu verachten ist, vor allem wenn man bedenkt, dass das Portal in Deutschland noch deutlich bekannter werden wird.
Weckt man das Interesse anderer User, so werden diese mit Sicherheit auf die eingefügten Links klicken. Ob interessante News aus der Welt der Stars und Sternchen, Tipps zum Geld-Sparen oder Tweets zum Schmunzeln: Interessierte Follower findet man in jeder Sparte. Wer rechtzeitig dabei ist, wird die rasante Entwicklung von Twitter hautnah miterleben und sich über einen Anstieg an qualifiziertem Traffic freuen können.

Sind Sie schon bei Twitter?

Haben auch Sie einen vorzeigbaren Twitter-Account? Dann können Sie diesen mit einem Link und einer Beschreibung hier vorstellen (dennoch behalte ich mir vor, unpassende Beiträge nicht zu veröffentlichen):

TV-Abzocke: Neun Live Betrug – wie 9 Live die Zuschauer abzockt

Der Mitmach-Sender Neun Live, der sich gerne Attribute wie fair und transparent zuspricht, verfolgt letztendlich nur ein Ziel: nämlich einen möglichst hohen Gewinn aus seiner Sendung zu holen. Da wedeln die Moderatoren mit Geldbündeln und verdeutlichen den Zuschauern immer und immer wieder, wie leicht es doch ist, viel Geld zu gewinnen. Dabei baut der Moderator eine direkte Bindung zum Zuschauer zuhause auf, spricht ihn an, redet auf ihn ein und versucht mit Parolen wie „wer jetzt nicht anruft, ist doof!“ die Leute dazu zu bewegen, mehrmals die kostenpflichtige Nummer zu wählen, die dauerhaft eingeblendet ist.

Die Anschuldigungen sind gewiss nicht aus der Luft gegriffen. Ehemalige Mitarbeiter, die in Interviews nicht erkannt werden wollen, schildern die Machenschaften des Senders. Es werden Rätsel erstellt, die kein normaler Mensch lösen kann und noch nicht einmal eine durchgängige Logik erkennen lassen. Ein angeblicher Zufallsgenerator schlägt nach Neun Live Angaben irgendwann zu und kann nicht beeinflusst werden. Das soll noch mehr Zuschauer zum Anrufen bewegen. Doch – so wie es in vielen Berichten heißt – sitzt in Wirklichkeit ein Redakteur an diesem „Button“ und entscheidet, wann er einen Zuschauer durchstellen möchte und wann nicht.

Hier ein Beitrag aus dem ARD-Magazin Plus Minus zu den Machenschaften von Neun Live (Quelle: youtube):

SMS Dating und SMS Chat – Abzocke?

SMS Dating

Vor allem am späten Abend laufen auf diversen TV-Sendern Werbespots, die mit SMS Dating locken. Da werden dem Zuschauer attraktive junge Menschen gezeigt, die vor ihrem Handy sitzen und nur darauf warten, von einem der TV-Zuschauer kontaktiert zu werden.

Kaum zu erkennen ist der Preis einer SMS, der in vielen Fällen bei 1,99 Euro liegt. Das geht doch noch, werden manche sagen. Dennoch: bedenkt man, dass jede weitere SMS genauso viel kostet, entstehen mal schnell ein paar hundert Euro Kosten. Nicht selten ist es sogar der Fall, dass der Chat- bzw. SMS-Partner einfach nur ein Mitarbeiter in einem Call-Center ist. Die Leute sitzen am PC und schreiben von dort aus SMS an unzählige Kunden, von denen sie eine Kontaktaufnahme erhalten haben.

Versprochen wird viel, gehalten wird nichts. Zurück bleiben hohe Handy-Kosten und vielleicht sogar ein gebrochenes Herz.

Online Dating: Partnerbörsen versprechen Singles die große Liebe

“So verliebt man sich heute” ist der Werbeslogan einer von unzähligen Partnerbörsen im Internet. Egal ob auf Plakaten in der Stadt, in TV-Werbespots oder auf diversen Werbeanzeigen im Internet: solche und ähnliche eindringliche Sprüche suggerieren dem Empfänger, dass es das normalste auf der Welt sei, sich im World Wide Web auf Partnersuche zu begeben und hier problemlos den Mann oder die Frau für’s Leben zu finden. Man könnte ohne Weiteres noch einen Schritt weitergehen und sagen, dass man Mitglied in einer Partnerbörse sein sollte, um mit der Zeit zu gehen. Dass die Realität anders aussieht, können zig tausend User bestätigen. So einfach wie es heißt, ist es nicht. Und dass diese Form des Kennenlernens durch die gegebene Anonymität auch zu enormen Risiken führen kann, blenden viele Singles gerne mal aus.

Im letzten Jahr wurde immer wieder davon berichtet, dass sozial isolierte Männer das Internet nutzten, um einsame Frauen anzulocken. Ein Fall war besonders gravierend und wurde nicht nur im TV, sondern auch in großen Magazinen verfolgt. Ein psychisch kranker Mann hat sich im Dating-Portal als kuscheligen Bären ausgegeben und massenweise Bekanntschaften geknüpft. Einige einsame Frauen haben sich auf ein Treffen eingelassen und dafür mit dem Leben bezahlt.

Traurige Einzelfälle sagen die einen, der Beginn einer neuen Form von Kriminalität sagen die anderen. Eine neue Bekanntschaft über eine Partnerbörse kann aber auch auf andere Art und Weise enttäuschen. Studien belegen, dass Frauen häufig nach einer festen Partnerschaft suchen, wohingegen Männer oft nur auf ein kleines Abenteuer aus sind. Dass sich diese unterschiedlichen Grundhaltungen nicht vertragen, liegt nahe. Doch dieser Problematik haben bereits viele Partnerbörsen Abhilfe geschaffen, indem sie sich auf eine gesonderte Sparte konzentrieren: Singlebörsen für Akademiker, Dating-Portale für ungezwungene Kontakte und Websites für Menschen, die sich mal auf einen Seitensprung einlassen wollen. Um herauszufinden, wie man einen Single als zahlenden Kunden gewinnen kann, wird viel Geld in die Marktforschung gepumpt. Man kann schon fast sagen, dass sich eine neue Wissenschaft gebildet hat.

Auch wenn es glückliche Paare gibt, die sich über ein Dating-Portal kennen und lieben gerlernt haben, endet die Online-Partnersuche für viele enttäuschend. Nicht selten investiert man Geld und Zeit, um sich am Ende doch wieder abzumelden. Sicherlich hat dieser Trend zum Online-Dating auch das Problem zur Folge, dass die direkte Kommunikation mit einem Gegenüber in den Hintergrund tritt. Warum soll man sich unterhalten, wenn im Internet tausende von einsamen Herzen auf mich warten? Warum reden und gleichzeitig auf meine Körpersprache achten, wenn ich auch easy mit mehreren fremden Leuten ganz anonym chatten kann?

Schweinegrippe in den Medien verursacht Massenpanik

Dass die Medien einen großen Einfluss auf den Konsumenten haben ist nichts Neues. Viele Meinungen werden durch das geschaffen, was man über den Fernseher oder die Tageszeitung vorgesetzt bekommt. Dabei scheinen viele zu übertriebenen Reaktionen zu neigen, wie es jetzt die kürzlich aufgetretene Schweinegrippe in aller Deutlichkeit zeigt. Diese ist in aller Munde und führt – glaubt man den Panikmachern hierzulande – möglicherweise zum abrupten Ende der Menschheit. Horrorszenarien werden gesponnen, ohne die Hintergründe zu kennen. Schlagzeilen wie „Schweinegrippe fliegt um den Globus“  tragen nicht zu einer Entspannung bei. Klar, man darf die Krankheit nicht zu sehr verharmlosen. Der Virus ist deutlich aggressiver als die gewöhnliche Grippe. Aber dennoch wird die Schweinegrippe als todbringende Seuche gesehen, obwohl dies nicht der Fall ist. Zumindest nicht in Deutschland. Dass es in Mexiko zu mehr als 100 Todesfällen kam ist schlimm, liegt aber an der dortigen medizinischen Versorgung. Das Gesundheitssystem des Landes ist nicht annähernd auf dem Stand des unsrigen. Die Fälle in den USA zeigen die gravierenden Unterschiede gegenüber dem südlichen Nachbarland: hier konnten die meisten erkrankten Menschen bereits nach wenigen Tagen geheilt werden.

Heute Morgen schaltete ich das Radio ein. Nach einem gediegenen Song ging es gleich zum Top-Thema der Woche: die Schweinegrippe. Der Sender hat extra eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet, die live im Radio ihre Fragen vorbringen konnten. Eine äußerst besorgte Anruferin sagte, dass sie einen Flug in die USA gebucht hätte und nicht wüsste, ob sie diesen jetzt stornieren solle, weil es ja „irgendwo“ in den USA Fälle der Schweinegrippe gegeben habe. Dass in den USA rund 250 Millionen Menschen leben und bisher gerade einmal 64 Fälle der Schweinegrippe bestätigt wurden, schien sie wohl kaum zu beeindrucken.

Eines ist aber so sicher wie das Amen in der Kirche: wenn in ein paar Wochen kein TV-Sender und keine Zeitung mehr über die Schweinegrippe berichtet, wird auch die derzeitige Panik im Nu verschwunden sein. Aber keine Angst – die nächste Welle der globalen Panikmache wird nicht lange auf sich warten lassen…

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