Bundestagswahl 2013: Prognose fällt schwer – gibt es Große Koalition?

Sogar viele Meinungsforscher sind überfragt, wenn es um das Machtgefüge nach der Bundestagswahl 2013 geht. Eine Prognose über eine mögliche Koalition fällt schwer. Zwar gab Forsa-Chef Güllner gegenüber der „Bild am Sonntag“ an, dass Angela Merkel höchstwahrscheinlich Bundeskanzlerin bleiben wird, doch ob der Vorsprung von Schwarz-Gelb reichen wird, vermag auch er nicht zu prognostizieren. Damit bestätigt sich auch der Wille des Volkes – zumindest dann, wenn man bisherigen Umfragen glauben mag. Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich nämlich Angela Merkel als Bundeskanzlerin. Bei der Frage nach einer Koalition sind sich die Wähler allerdings nicht mehr ganz so einig, was dafür spricht, dass Kandidat und Partei nicht zwangsläufig zusammen bewertet werden müssen. Zwar liegt die CDU/CSU in Umfragen vorne, doch die FDP erweist sich 2013 als schwacher Partner, der um den Einzug ins Parlament bangen muss.

Prognose zur Bundestagswahl 2013: Große Koalition?

Angesichts der schwachen FDP wird eine Große Koalition immer wahrscheinlicher. Auch wenn die Union während des Wahlkampfes zur Bundestagswahl 2013 immer wieder betont hat, mit der FDP zusammen regieren zu wollen, dürfte eine stabile Mehrheit nur mit der SPD zu erreichen sein. Bisherigen Umfragen zufolge scheinen die Deutschen eine Große Koalition gar nicht abzulehnen. Ein Vorteil wäre, dass eine stabile Mehrheit zu schnelleren politischen Entscheidungen führen kann. Andererseits erschwert ein starker Koalitionspartner wie die SPD die Koalitionsverhandlungen und die Union müsste einige wichtige Posten abtreten.

Wandel des Parteiensystems

Das Parteiensystem in der Bundesrepublik Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Bis 1980 bestand das Parteiensystem im Wesentlichen aus Union, SPD und FDP, sodass stabile Mehrheiten die Regel waren. Dann eroberten die Grünen die politische Bühne und ihr folgten bis 2013 weitere Parteien, wie die Linke oder die Piraten. Durch die steigende Zahl der Parteien und die immer schwerer werdende thematische Abgrenzung erschwerten sich auch die Prognosen. Schlussendlich lösten sich auch Parteibindungen immer mehr, sodass viele Wähler ihre Entscheidung erst kurz vor der Wahl treffen. Aufgrund der knappen Prognose zur Bundestagswahl 2013 ist es umso wichtiger, dass möglichst viele Bürger zur Wahl gehen und ihre Stimme abgeben.

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