Steinmeier gibt bei RTL-Fernsehauftritt schlechtes Bild ab

Frank-Walter Steinmeier

Bei der RTL-Show, in der Frank-Walter Steinmeier sich den Fragen der Bürger stellte, schnitt der derzeitige Vize-Kanzler nicht gerade gut ab. Lange Antworten ohne einen konkreten Inhalt sorgten nicht gerade für Pluspunkte. Eine befriedigende Antwort blieb er den besorgten Bürgern schuldig. „Zuschauer fragen – Frank-Walter Steinmeier antwortet“ – so lautete der Titel der Fragestunde von RTL und Spiegel TV. Stimmt. Geantwortet hat er, aber leider nicht im Sinne der Fragenden.

Gleich zu Beginn stellte Reinhard Rose die erste Bürger-Frage des Abends. Nach knapp 30 Jahren bei Hertie sieht er sich mit Arbeitslosigkeit und Existenzängsten konfrontiert, da er ja schließlich eine Familie zu ernähren und ein Haus abzubezahlen habe. Deshalb wollte er wissen, was die SPD für ihn und weitere Betroffene tun kann. Anstatt ihm auf diese Frage zu antworten holte Steinmeier weit aus und versuchte, ihm Mut zu machen. Er sei ja „erst“ so um die Mitte 40, habe viel Berufserfahrung und würde bestimmt schnell wieder einen Job finden schien dem verzweifelnden Reinhard Rose zurecht nicht wirklich zu helfen.

Auch nach Fragen weiterer Zuschauer fand Frank-Walter Steinmeier selten die richtigen Worte und verlor sich in inhaltsleeren Ausführungen, ohne der eigentlichen Frage Beachtung zu schenken. Sehr deutlich wurde dies vor allem nach der Frage eines Geschäftsführers aus dem Mittelstand. Dieser bemängelte, dass sich die Bundesregierung medienwirksam für Großunternehmen wie Opel einsetzt, mittelständische Unternehmen in wirtschaftlich schwachen Zeiten allerdings das Nachsehen haben. Von seinen rund 140 Angestellten musste er sich von 60 trennen und wollte deshalb wissen, warum die Bundesregierung Finanzspritzen für Großunternehmen bereithält und für den Mittelstand eben nicht. Eine Antwort auf diese Frage blieb ihm Steinmeier gänzlich schuldig. Stattdessen betonte er, wie wichtig ihm doch der Mittelstand sei und dass er dieses Thema gewiss nicht aus den Augen verlieren würde.

Insgesamt könnte man den Auftritt des Kanzler-Kandidaten kurz und prägnant so formulieren: viele Worte – wenig Inhalte. Was von RTL und Spiegel TV sicherlich als inhaltsreiche und sinnvolle Fragestunde zwischen Bürgern und Politik gedacht war, endete in einem Geschwafel ohne politischen Gehalt.

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3 Kommentare zu "Steinmeier gibt bei RTL-Fernsehauftritt schlechtes Bild ab"

  1. Offene Karten | 17. August 2009 um 10:36 |

    Eigentlich können die Politiker auch mit offenen Karten spielen. Das wir beschissen werden weiß doch mittlerweile jedes Kind. Keiner tut etwas gegen diesen beschiss. Organisiert wird auch nichts. Eigentlich können die Politiker auch sagen :“ Reichen wird immer ein Steuervorteil erhalten bleiben oder ein Schlupfloch gegeben“, “ Der Mittelstand soll sehen wo er bleibt“. „Die Armen bekommen gerade soviel das sie uns nicht aufs Dach steigen“.

    Bin dann mal im Freudenhaus mit Euren Steuergeldern 😀

  2. lauenauer | 17. August 2009 um 14:25 |

    Nun ja, ganz so einfach ist das sicherlich nicht alles zu beantworten. Was will er dem Hertie Mitarbeiter groß für einen Rat geben – oder dem Mittelständler ? Wo nichts ist kann auch nichts verteilt werden. Oder sollte der Hertie Mitarbeiter warten bis Herr Steinmeier Kanzler ist und dann die Vollbeschäftigung einführt – lol – Märchenstunde! Was den Mittelstand betrifft, ist hier wohl ganz klar das Problem des Geldmangels. Die Großkonzerne alla Opel werden noch mit Geldern bezuschusst, obwohl wohl im Endeffekt doch die Insolvenz kommt. Stellt sich die Frage warum nicht gleich so. Mit dem ersparten Geld hätten sicher mehrere Mittelständler mehr Arbeitsplätze schaffen/sichern können, als es Opel/Magna letztendlich tun wird.

  3. Der Auftritt war leider verpatzt und nun stellt sich seit Jahren für mich die Frage, wer gewählt werden soll: Leider entsprechen Frau Merkel und Herr Steinmeier nicht dem politischen Standard, beide reden viel und bewegen nichts. Als ehemalige Beauftragte für Agitation und Propaganda kommt Frau Merkel schon einmal gar nicht in Frage (peinlich genug, dass diese Frau Bundeskanzlerin wurde als Verfechterin des SED-Staates vor der Wende!!!). Persönlichkeiten wie Adenauer, Brandt und Schmidt gibt es nicht mehr und wird es auch wohl lange Zeit nicht mehr geben. Zu sehr sind heutige Politiker auf Geltungsbedürfnis, Image und gutes Aussehen bedacht, Inhalte spielen kaum mehr eine Rolle, der mündige Bürger wird tagtäglich bewusst hinters Licht geführt. Schade…aber wählen sollte man. Nur wen soll man wählen: Grüne (aus Studienabbrechern und Sozialarbeitern bestückte Partei), die FDP (Partei der Besserverdiener) und doch gar die Linke (deren geforderten Punkte sich nun die SPD zu eigen macht). Solange aber Sonderschullehrer/-innen (z.B. Frau Ulla Schmidt) Ressorts zugeteilt bekommen, von denen Sie auch nicht den leisesten Schimmer haben, muss ich mir in der Tat Gedanken machen, was sich daran in Zukunt ändern wird. NICHTS!!! Aber es gibt noch andere, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, z.B. Herr Glos (Müller ist ein ehrenwerter Beruf, keine Frage, aber er taugt nichts als Wirtschaftsminister), Tiefensee (im Bauressort als Elektrotechniker, aha!!!), etc.

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