Katrin Müller-Hohenstein und der „Reichsparteitag“ bei der Fußball WM 2010

ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein sorgte für reichlich Zündstoff nach dem WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft in Südafrika. Der Kommentar, der für so viel Furore sorgte, fiel in der Halbzeitpause: „Und für Miroslav Klose ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst, dass er heute hier trifft.“

Inzwischen entschuldigte sich das ZDF für Katrin Müller-Hohenstein und sprach bei dem Vorfall von einer verbalen „Entgleisung“. Folgen werde das allerdings nicht haben. Viele Zuschauer waren empört und wunderten sich über die Parallelen zur Propaganda der NS-Diktatur. Der Zentralrat der Juden sieht darin jedoch keine böse Absicht und fordert zu Gelassenheit auf. Es reicht, dass die „Entgleisung“ kritisch betrachtet und thematisiert wird. Die Bemerkung von Katrin Müller-Hohenstein war gewiss nicht wohlüberlegt. So spontan ihr der Satz allerdings über die Lippen ging, so gering waren sicherlich auch ihre „bösen“ Absichten. Und darauf kommt es letztendlich an. Bleibt zu hoffen, dass künftige Kommentare während der Fußball WM 2010 nicht ganz so kritisch gesehen werden.

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1 Kommentar zu "Katrin Müller-Hohenstein und der „Reichsparteitag“ bei der Fußball WM 2010"

  1. Maurice Mastalerz | 15. Juni 2010 um 08:28 |

    Es ist so langsam nicht mehr auszuhalten, wie schnell sich Menschen über andere maßlos aufregen, wenn Ihnen mal ein Fehler passiert. Bei Frau Müller -Hohenstein eine Absicht und einen nationalsozialistischen Hintergrund zu vermuten, ist absurd.

    Der „innerliche Reichsparteitag“ , gehört doch eigentlich mittlerweile zu den gepflügelten Worten und soll nur Freude, Triumph und Genugtuung ausdrücken.
    Also kümmert euch alle um wichtigere Dinge

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