Hamsterkäufe wegen Coronavirus: Deutschland deckt sich mit Klopapier und Konserven ein

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Das Coronavirus legt Deutschland allmählich lahm: immer mehr Arbeitnehmer arbeiten von zuhause aus, viele Flüge werden gestrichen und nun schließen auch noch Schulen und Kitas ihre Pforten. Straßen und Plätze in Innenstädten wirken verwaist, viele Menschen meiden große Menschenansammlungen. Fußballspiele finden ohne Publikum statt und in Restaurants herrscht gähnende Leere. Es gibt jedoch einen Ort, wo richtig was los ist: Discounter und Supermärkte.

Klopapier wird zur Mangelware

Deutschland ist verunsichert. Welche Folgen hat das Coronavirus für das Land? Wird es noch genug Lebensmittel für alle geben? Diese Unsicherheit führt derzeit zu Hamsterkäufen. Ich schildere daher an dieser Stelle meine persönlichen Eindrücke von einem Besuch in einem großen Supermarkt heute Mittag. Schon am überfüllten Parkplatz ließ sich ablesen, dass das kein normaler Tag ist. Menschen drängten sich hektisch in Richtung Eingang. Im Supermarkt war an zwei Stellen besonders viel los: bei den Hygieneartikeln und den Konserven und haltbaren Lebensmitteln. Das rund zehn Meter lange Regal, in dem normalerweise Massen an Klopapier zu finden sind, ist komplett leer, wie unser Foto belegt. Lediglich ein Zettel mit dem Hinweis, dass aktuell keine Produkte mehr auf Lager sind, hängt trostlos an einem der Regale. Keine Chance mehr auf Klopapier. Bei der Handseife sah es nicht anders aus: leer. Weiter bei den Konserven: kaum noch etwas da. Ich beobachte einen Mann, der hektisch Konserven in seinem Einkaufswagen stapelt. Gezählt habe ich sie nicht. Es waren aber sicherlich einige Dutzend. Was er da in seinen Wagen warf, wusste er wahrscheinlich gar nicht. Hauptsache haltbar. Es könnte ja morgen nichts mehr geben.

In den Medien beruhigen die Experten. Hamsterkäufe seien nicht nötig, Engpässe seien nicht zu befürchten. Doch wenn die ersten Menschen beginnen, Klopapier, Nudeln oder Reis für die nächsten Monate zu horten, bleibt für die anderen nichts übrig. Die Folge: auch andere beginnen nun mit Hamsterkäufen, was die Lage weiter zuspitzt. Der Bedarf an Klopapier und Lebensmitteln steigt durch Corona nicht an. Oder isst man plötzlich doppelt so viel? Wohl kaum. Doch warum ist die Nachfrage dann so hoch? Haben Menschen Angst davor, dass die Supermärkte plötzlich schließen und es nichts mehr gibt? Eine Situation, die es in Deutschland schon sehr lange nicht mehr gab.

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