Hessenwahl 2013: Volker Bouffier und die AfD

Der Hessenwahl 2013 geht ein langer Wahlkampf voraus. Dabei müssen gerade die Spitzenkandidaten extrem darauf achten, wie sie sich in der Öffentlichkeit äußern. Da ist es nicht gerade dienlich, wenn man kurz vor dem Wahltag Äußerungen von sich gibt, die sogar in den eigenen Reihen für Unmut sorgen. Konkret geht es in diesem Zusammenhang um die Äußerung des Ministerpräsidenten Volker Bouffier, der eine Koalition mit der AfD zunächst nicht ausschließe. Nur wenige Stunden nach diesem Patzer revidierte er seine Äußerung: „Es gibt keine Koalition mit der AfD“.

Unmut bei FDP und Opposition

Nach seiner unbedachten Äußerung zur AfD sorgte Volker Bouffier nicht nur beim Wunschkoalitionspartner FDP für Unmut. Auch in den eigenen Reihen wurde die Äußerung nicht gerade begrüßt. Vor allem für die Opposition erweist sich der Fauxpas als willkommenes Instrument des Wahlkampfes. Sogar Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wetterte gegen Bouffier: „Was die AfD vorhat, bedeutet den Zerfall Europas – das sollte auch Hessens Ministerpräsident wissen.“ In den Prognosen zur Hessenwahl 2013 liegt die CDU aktuell mit 40 Prozent vorne. Inwieweit die Äußerung des Ministerpräsidenten Einfluss haben wird, zeigt sich am Wahltag.

Bildnachweis: © CDU

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3 Kommentare zu "Hessenwahl 2013: Volker Bouffier und die AfD"

  1. Der Zerfall Europas wäre nicht das Schlimmste. Es gab eine Zeit VOR Europa und es wird eine Zeit NACH Europa geben. Die EU-Mitgliedschaft wird von Deutschland teuer bezahlt. Herr Bouffier sollte an seiner EIGENEN Meinung festhalten, als sich dem Irrsinn seiner Partei zu beugen. Der imense Zulauf an Wählerstimmen gibt der AfD Recht.

    Die amtierenden Parteien sind ohnehin asozial. Man kann sie nur als asozial bezeichnen, da sie absolut kinderfeindlich sind (siehe Schulstress durch völlig überladene Lehrpläne). Man könnte die Lehrpläne getrost um 40 % kürzen. Besser eine gute Basis schaffen, als von allem nur „ein bisschen“ zu lernen. Miserable Zeugnisse führen nicht zu den stolzen Menschen, die wir brauchen!
    – Kleinere Klassen,
    – Lehramtsstudenten psychologisch auf Lehrertauglichkeit testen
    – Lehrpläne kürzen
    – Religionsunterricht auf 2 Jahre kürzen unter Ausschluss einer Benotung

  2. peter müller | 22. September 2013 um 15:13 |

    den zerfall europas treiben derzeit die altparteien voran!! nie war der hass auf deutsche grösser wie derzeit….ausserdem geht es nur um die währung!! nicht um europa!!

  3. Karl Röttel | 22. September 2013 um 18:51 |

    a) Warum werden die % der AfD im hr nicht angegeben?
    b) Mich wundert es, daß den Kommentatoren so viel einfällt zu Gründen für die Wahlentscheidungen. Die Wahlen entscheiden doch die Gaudi-Sendungen (gab es eine „Comedy“-Sendung, die die FDP nicht in den Dreck zog?), wo das Volk in gelöster Verfassung etwas eingetrichtert bekommt – ein uraltes Lehrverfahren.
    Man muß kein FdP-ler sein, um dieses Verhalten unfais zu finden.
    c) Gerade die Tatsache, daß so viele Wähler erst heute eine „Entscheidung“ trafen, zeigt doch, daß man sich keine Gedanken über die Wahlprogramme machr, sondern halt so etwas ankreuzt. Am besten die, die man oft in den Medien auftreten läßt und die das farbigste Plakat vor dem Wahlraum stehen haben.
    Gruß
    Karl Röttel

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