Loveparade 2010: Zahl der Todesopfer stieg auf 19

Bei der Loveparade 2010 in Duisburg gab es offenbar noch mehr Todesopfer, als zunächst verlautet wurde. Inzwischen stieg die Zahl der Toten auf 19 an. 16 Menschen starben noch am Unfallort, drei weitere erlagen ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei gab es 342 Verletzte.

Was war die Ursache für die Massenpanik?

Ursache für die Tragödie auf der Loveparade 2010 war der Tunnel vor dem Party-Gelände. Offenbar wollten zahlreiche Techno-Fans die Absperrungen an der Seite durchbrechen und sind dabei abgestürzt. Das sei die Ursache für die Massenpanik gewesen, wodurch die Menschen versuchten, möglichst schnell aus dem Tunnel zu kommen. Es ging weder nach vorne, noch nach hinten. Dabei wurden zahlreiche Fans überrannt, einige davon starben.

Fans bemängeln Handeln der Polizei

Viele Fans haben sich bereits während der Loveparade 2010 an die Polizei gewandt und darum gebeten, Absperrungen zu öffnen, weil bereits einige Menschen hinfielen. Warum die Ordnungshüter den Bitten nicht nachgekommen sind, ist jedoch unklar.

War Duisburg mit der Loveparade überfordert?

Einige Menschen haben im Nachhinein die Veranstaltungsfläche kritisiert. So viele Menschen durch einen Tunnel zu schleusen, sei viel zu gefährlich. Besser wäre – so viele Fans – künftig eine Freifläche fernab der Stadt zu nutzen, wo es keine seitlichen Begrenzungen wie einen Tunnel gäbe.

Fest steht: das Drama der Loveparade 2010 lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Jetzt gilt es, den tragischen Zwischenfall so schnell wie möglich aufzuklären und dafür Sorge zu tragen, dass so eine Tragödie nie wieder passiert.

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8 Kommentare zu "Loveparade 2010: Zahl der Todesopfer stieg auf 19"

  1. Gerhard Petersen | 25. Juli 2010 um 08:45 |

    Es handelt sich um üble Fehlplanungen der verantwortlichen Planer, ein Versagen von Polizei und Aufsichtsbehörden. Haben alte Verbindungen (Filz im roten Ruhrgebiet) mit zu dieser Katastrophe beigetragen? Bereits zur letzten Lovepaprede waren über 1,5 Millionen Besucher gekommen, wie konnte man ein kleines, für max. 600 000 Menschen geeignetes Gelände (zwischen vielbefahrener Bahnstrecke und Autobahn) hierfür vorsehen und genehmigen?
    Durch das viel zu kleine Gelände und den gefährlichen, ungeeigneten Zugang durch einen Tunnel war ein ein Unfall vorprogeammiert.
    Warum haben die verantwortlichen Polizisten und Ordnungshüter nicht früher wenigstens die (teilweise ungeeigneten)Notausgänge geöffnet?

  2. Isabelle | 25. Juli 2010 um 11:50 |

    Ich kann mich meinem Vorredner Gerhard nur anschließen…so eine Menge durch ein Nadelöhr zu schleusen ist einfach fahrlässig…und ich denke jeder wird mir beipflichten…in berlin wäre so etwas nicht passiert!

    Mein Beileid an alle Angehörigen 🙁

  3. Ich komme aus Duisburg und fahre tgl. auf dem Weg zur Arbeit auf der A59 an dem Gelände vorbei – da konnte man schon erkennen, dass das Gelände völlig ungeeignet ist, zumal die Zäune wie ein Pferch wirkten. Von der Art des Zugangs habe ich auch erst während der Parade erfahren und habe da schon mit offenenm Mund staunend vor dem TV gesessen – so wenig Zugänge und Ausgänge ?
    Selbst bei kleineren Veranstaltungen in Gebäuden hat man IMMER mehrere Zugänge und Ausgänge.
    Das war grob fahrlässig und wenn es nach mir ginge, müßte der Herr Rabe ( Sicherheitsdezernent von Duisburg ) zurücktreten und ich fänd es auch gut, wenn dieses absolute marode Sicherheitskonzept als grob fahrlässige Tötung ausgelegt werden würde und der Herr Rabe in den Knast müßte, zuammen mit anderen Verantwortlichen.

  4. Ich finde es schrecklich,dass Menschen die einfach nur glücklich feiern wollten,zu Tode gekommen sind.
    Und das nur,weil DUISBURG in meinen Augen fahrlässig gehandelt hat.

  5. Ich war in Berlin und in Essen dabei und mir war klar wo ich gehört habe wo die loveparade statt fienden soll das es nicht gut geht weil wie wier alle wissen sind es immer unmengen von leuten. Ich bin dies mal nicht gefahren weil ich wußte das ich erst mal auch nicht nach hause komme weil alles zu sammen bricht. Der Tunnel wo die masse durch sollte war viel zu äng sowas hätte nie passieren dürfen ich hoffe das die loveparabe nicht mehr im Ruhrgebiet stadt findet. Mein Beileid an den Famielien und Angehörigen.

  6. Mein Beileid den Angehöeigen und viel Kraft den Verletzten

  7. Silvia und Kai aus Hamburg | 25. Juli 2010 um 15:14 |

    Schock und tiefe Trauer vermischen sich! Es ist uns unverständlich wie man diese massen von Menschen in einem Tunnel einpfercht?? Das das nicht gut gehen kann, muss doch jedem bewusst sein. Wir sind 3 mal in Berlin gewesen und können uns ein Urteil bilden. Für uns ist klar, das die Veranstalter die volle Schuld dafür tragen!! Der Bürgermeister von Duisburg sollte bitte schön nicht so tun, als wären die Opfer selbst schuld. Die Pressekonferenz war der Witz des Jahrhunderts! Die Runde war sowas von verlogen, das gibt es doch gar nicht! Politiker haben kein Gewissen!!!

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  8. …unverantwortliches handeln von polizei und ordnungskräfte.ich arbeite bei den medien und musste mitansehen wie hilflose menschen um öffnung des geländes gebeten hatten.die ordnungskräfte gingen sehr aggresiv gegen die menschen an.es gab nur barsche anweisungen aber kein richtiger hinweis wo und wie man noch auf das geläde kommen konnte.die ordnungskräfte waren schon sehr sehr überfordert.und die polizei…ich glaube das ist in unserem staat sowieso ein eigenes gesetz !!! ich musste mitansehen wie menschen um hilfe baten beim tunnel,noch bevor die massenpanik ausbrach.sie wurden plump abgewiesen oder man drohte ihnen schläge an.ich konnte und kann es immer noch nicht begreifen,wie man hilflose in panik versetzte menschen auch noch schläge androhte.nur weil man fragte ob man die gitter nicht entfernen könnte,da es sich um eventuelle verletzte in der gruppe gab.es war zu sehen das ein krankenwagen in den tunnel fuhr und die verletzten versuchte dort heraus zu helfen.warum hat da die polizei nicht reagiert…oder die ordnungskräfte????? sie sind einfach der sache nicht gewachsen gewesen.sie lachten leute aus oder schubsten sie in die menge zurück..polizri wie ordnungskräfte.die veranstalter wollen sich jetzt freisprechen.wieso wird ein festival mitten zwischen autobahn und heranfahrenden zügen veranstaltet????? wer plant so etwas??? ich kann nur sagen,schreiben,daß haben die zu tode gekommen menschen einfach nicht verdient,daß auf ihren rücken jetzt die schuld hin und hergeschoben wird.es ist ganz allein die stadt duisburg dafür verantwortlich und die dazugehörigen sicherheitskräfte(polizei,security).ich gedenke den toten.so etwas musste nicht passieren,hätte man hand in hand gearbeitet.ein versagen von allen beteiligten ist es wohl.und unsere politiker werden wohl mal wieder zur polizei und beamten halten.es war kein versagen von den feiernden leuten sondern von den planern des festivals.es tut mir sehr leid für die toten und hinterbliebenden.mein aufrichtiges beileid.

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