Der Papstbesuch 2011, der schon seit langem für heftige Kritik sorgte, ist nun da. Vom 22. bis zum 25. September wird Papst Benedikt XVI. auf Deutschland Reise sein und Berlin, Erfurt und Freiburg besuchen. Die Kosten für riesige Bühnen, Sicherheitspersonal und vieles mehr schießen in die Höhe und sorgen bei vielen Deutschen für Kritik. Alleine die katholische Kirche muss Medienberichten zufolge rund 25 Millionen Euro für den Papstbesuch in Deutschland bereitstellen. Ein Teil dieser Kosten soll jedoch durch den Verkauf von Souvenirs und durch Spenden getragen werden. Ob das jedoch reichen wird, bleibt offen.

Auch die Städte, die der Papst besuchen wird, müssen mit Ausgaben in Millionenhöhe rechnen. Alleine für die Bereitstellung von mehreren tausend Polizisten ist mit enorm hohen Kosten zu rechnen, die letztendlich auf den Steuerzahler zurückfallen. Allerdings beschränkt sich die Kritik des Papstbesuches nicht nur auf die hohen Kosten. Auch die zahlreichen Missbrauchsfälle, die die katholische Kirche in Bedrängnis brachten, rufen Proteste hervor. Viele erwarten vom Papst eine konkrete Stellungnahme zu den Vorfällen und eine klare Position. Der Rede im Bundestag wollen einige Abgeordnete fernbleiben. Der Papstbesuch 2011 in Deutschland wird somit ganz gewiss kein Heimspiel für den „deutschen“ Papst.

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Ein Gedanke zu „Papstbesuch Deutschland 2011: hohe Kosten sorgen für Kritik“
  1. r.-k. Kirche in Deutschland auf steiler Talfahrt

    2000 gingen 17% der Katholiken am Sonntag in die Kirche, 2009 13%, 2010 nur noch 12,6%, es geht bergab.

    Es gibt kaum mehr deutsche Neupriester für die Gemeinden, 2009 99, 2010 waren es nur 80 für ganz Deutschland. Wie kann man nur das ganze Berufsleben lang Geschichten von einem wundertätigen Wanderprediger erzählen, die nicht einmal authentisch sind, es gibt keine Mitschriften.

    Bei uns in Regensburg haben 2010 über 1000 Menschen die beiden großen christlichen Kirchen verlassen.

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