Stuttgart 21: ging Polizei bewusst so hart gegen Gegner auf Demo vor?

File photo of demonstrators protesting against the proposed demolition of the historical Stuttgart train station October 11, 2010.  Engineers, punks and civil servants blow whistles into the dusk to protest against a major new rail project, backed by a group chanting mantras and a masked woman twisting and swaying with deer antlers on her head. The crowds demonstrating in central Stuttgart against a new train station in the southern city have become a common sight in a local campaign that has swelled into a broad protest movement threatening to engulf Chancellor Angela Merkel's government. TO GO WITH FEATURE GERMANY-STUTTGART/  REUTERS/Alex Domanski/Files (GERMANY - Tags: POLITICS CIVIL UNREST)

Das harte Durchgreifen der Polizei bei einer Demo gegen „Stuttgart 21“ am 30.9. beschäftigt noch immer die Menschen. An diesem besagten Donnerstag ging die Polizei erschreckend offensiv gegen die Gegner mit Wasserwerfern und Pfefferspray vor. Bei der anschließenden Rechtfertigung verstrickte sich die Polizei allerdings immer wieder in Widersprüche und ließ viele Fragen offen. Bei dem Polizei-Einsatz wurden viele Menschen verletzt, zwei davon mussten sogar um ihr Augenlicht bangen.

Am gestrigen Abend widmete sich die ARD-Sendung „Monitor“ dem Thema „Stuttgart 21“ und versuchte, die Hintergründe aufzudecken. Aus anonymen Quellen wurde ersichtlich, dass das harte Eingreifen der Polizei ganz bewusst so geplant wurde, um die Zahl der Demo-Teilnehmer in Zukunft klein zu halten. Auch wenn die Informationen offensichtlich als seriös einzustufen sind, ist deren Echtheit nicht zu 100 Prozent nachgewiesen worden. Dennoch zeigt die Aktion, dass Polizei und Politik mit den Protesten überfordert sind und dass deswegen die Lage am besagten 30.9. eskaliert ist. Auch wenn die Gegner von „Stuttgart 21“ das Projekt wohl nicht mehr aufhalten können, haben sie dennoch eines erreicht: ganz Deutschland richtet seinen Blick schon seit Monaten auf Stuttgart und wird seinen Unmut spätestens bei der nächsten Wahl zum Ausdruck bringen.

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