Türkei Militärputsch 2016 endet in Tragödie

Die Türkei sorgt seit vergangener Nacht für weltweite Schlagzeilen. Der versuchte Militärputsch begann am späten Freitagabend, als Teile des türkischen Militärs die Machtübernahme erklärten und eine Ausgangssperre verhängten. Teile von Istanbul und Ankara waren abgeriegelt. Kampfjets und Hubschrauber waren unterwegs, Soldaten nahmen Straßenzüge und Brücken ein, es wurde von Kämpfen und Explosionen berichtet. Zivilisten versuchten, das Militär zu stoppen und sich den Soldaten entgegen zu stellen.

Während die Lage am frühen Morgen noch sehr verworren war, drängen nun immer mehr Informationen nach außen. Gerade die Zahlen zu Todesopfern wichen teils deutlich voneinander ab. Neue Erkenntnisse zum Militärputsch 2016 in der Türkei lesen Sie in diesem Artikel.

Etwa 250 Tote nach Militärputsch in Türkei

Bereits am Morgen teilte die türkische Regierung mit, den Putschversuch beendet und die Kontrolle wieder übernommen zu haben. In Pressestatements heißt es, man wolle mit aller Härte gegen die Putschisten vorgehen.

Unterschiedliche Zahlen wurden in Bezug auf die Todesopfer in Umlauf gebracht. Inzwischen ist davon auszugehen, dass mindestens 250 Menschen gestorben sind. Aufgrund der vielen, teils schwer verletzten Personen, könnte diese Zahl noch weiter ansteigen. Offenbar wurden bislang 2.800 Militärangehörige festgenommen. Unterdessen beschuldigt Staatspräsident Erdoğan den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, mitverantwortlich für den versuchten Militärputsch 2016 zu sein. Die Türkei befindet sich noch immer im Ausnahmezustand.

2016 war jedoch nicht der erste Militärputsch in der Türkei. Schon 1960, 1971, 1980 und 1997 wurden – teils sogar erfolgreich – Versuche unternommen. Weitere Informationen zu all diesen Militärputschen erhalten Sie hier.

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