Amoklauf Ludwigshafen: Täter hatte massenhaft Waffen zuhause

Die Polizei durchsuchte nach dem Amoklauf von Ludwigshafen die Wohnung des Täters und fand dort 16 Waffen sowie Chemikalien, die für den Bau eines Sprengsatzes hätten benutzt werden können.

Angesichts dieses Fundes wird die Tragweite der Tat erst so richtig klar. Es ist schon erschreckend zu wissen, was noch hätte passieren können, wenn der 23-Jährige von seinen Waffen und den möglichen Sprengsätzen Gebrauch gemacht hätte. Unter den 16 gefundenen Schusswaffen waren Schreckschuss- und Luftdruckwaffen. Außerdem fand die Polizei Schriftstücke, aus denen die Planung einer Gewalttat hervorgeht.

Nach der Obduktion des getöteten Lehrers steht fest: das Opfer wurde durch mehrere Messerstiche verletzt. Ein Stich habe das Herz getroffen und zum Tod geführt.

Auch nach dem Amoklauf von Ludwigshafen geht die Diskussion über mehr Sicherheit an deutschen Schulen wieder los. Von privaten Sicherheitsdiensten und unangekündigten Kontrollen ist die Rede. Diese und ähnliche Forderungen sollen aber wahrscheinlich mehr der Beruhigung der Bevölkerung dienen als wirklich etwas verbessern. Damit einher geht die traurige Gewissheit, dass solche und ähnliche Taten nicht verhindert werden können. Wenn jemand plant, Menschen zu töten, dann lässt er sich auch nicht von einem Wachmann aufhalten. Abgesehen davon: wie soll das finanziert werden?

Unterdessen wurde gegen den Täter Florian K. Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Derzeit befindet sich der Täter in Untersuchungshaft.

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2 Kommentare zu "Amoklauf Ludwigshafen: Täter hatte massenhaft Waffen zuhause"

  1. Welche „Waffen“? Die Softair- und Gotcha-Spielzeug“pistolen“? Deutschland hat ein Hysterieproblem.

    Tatmittel war ein Messer. Verbieten? Keine Sorge – ist es schon lange, zumindest das Mitnehmen (dran denken beim nächsten Picknick -> Brotmesser = Straftat nach dem Waffengesetz). Hat es was genutzt. Offensichlich nicht…

  2. Typische Pressehungrigkeit.
    Aus Schreckschußwaffen und Erbsenpistolen werden „Schußwaffen“ weil es sich sensationeller liest und die Auflage steigert. Ein Messer-Angriff (ob mit oder ohne Todesfolge) allein zieht hierzulande schon lange keinen mehr hinterm Ofen vor. Aber ein mordender Schüler mit „Schußwaffen“ heizt die Diskussionen wieder richtig an und die Käseblätter werden den Verkäufern förmlich aus der Hand gerissen. Ob wahr oder unwahr ist nacher unerheblich.

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