Thilo Sarrazin zieht mit Buch „Deutschland schafft sich ab“ Kritik auf sich

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Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin wird derzeit stark kritisiert. Grund ist sein Buch „Deutschland schafft sich ab“, das demnächst erscheinen soll. Darin äußert er sich in kritischer Weise über muslimische Migranten. Die hohe Geburtenrate bei Moslems und die gleichzeitig sinkende Geburtenrate unter Deutschen führen in seinen Augen dazu, dass Deutschland von Migranten übernommen werde. Die Einwanderung von Gastarbeitern nach dem zweiten Weltkrieg bezeichnete er als gigantischen Fehler. Auch das Statement, dass Migranten den Staat mehr kosten als sie letztendlich erwirtschaften, spaltet die Gemüter.

Für diese und ähnliche Äußerungen muss Thilo Sarrazin viel Kritik einstecken. Angela Merkel bezeichnete seine Darstellungen als „polemisch“ und auch Politiker aus den eigenen Reihen geizen nicht mit Kritik. So klar wie die Standpunkte in der Politik sind, so verschieden sind sie in der Bevölkerung. Da trifft Thilo Sarrazin auf jede Menge Unterstützung von Menschen, die mit seinen inhaltlichen Ausführungen durchaus übereinstimmen. Viele beschweren sich darüber, dass man in Deutschland seine Meinung nicht frei äußern kann, ohne dafür gleich in eine Schublade gesteckt zu werden. „Outet“ man sich als Befürworter Sarrazins, dauert es meist nicht lange, bis man als „rechts“ bezeichnet wird. Ob man sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ als diffamierend oder als ehrlich und realistisch einstufen soll, muss jeder für sich entscheiden.

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5 Kommentare zu "Thilo Sarrazin zieht mit Buch „Deutschland schafft sich ab“ Kritik auf sich"

  1. Ich mag den Typen nicht. Aber er spricht aus, was viele Deutsche denken und sonst leider niemand zu sagen wagt. Er hat die Eier, zu seiner Meinung zu stehen – auch gegen die Masse unserer quotenhörigen, verlogenen Politiker.

    Mit ist ein politischer Querulant allemal lieber als ein weiteres gleichgeschaltetes Rädchen, das nur auf weitere Vorstandsposten aus ist.

  2. Michael_N | 26. August 2010 um 23:20 |

    Wenn die üblichen Gutmenschen wie Merkel, Gabriel, Roth, Kramer und Co.
    so um sich schlagen und sich um die Wette empören, dann muss Sarrazin echt was richtig gemacht haben.
    Der chronische und dümmliche Nazivergleich war so sicher wie das Amen in der Kirche.
    Wer derart dümmlich argumentiert offenbart nicht nur eine profunde Unkenntnis der Geschichte, sondern verhöhnt zudem die Opfer der Nazi-Junta.
    Es ist eben dieses pathologische Gutmenschentum, welches die sachbezogene Diskussion
    sowie das pragmatische Handeln in Deutschland in den letzten Jahrzehnten blockierte.
    Es kann nicht sein was nicht sein darf. Wenn dann doch einmal ein klarer Kopf (wie hier Herr Sarrazin)
    die Stimme mahnend erhebt, tritt nach gewohntem Muster die Gesinnungspolizei auf den Plan
    und packt den ganzen Trödelmarkt der ebenso abgenutzten wie verstaubten Textbausteine auf den Tisch.
    Die übliche Nazi-Keule darf da natürlich nicht fehlen, obgleich die Schwinger selbiger mittlerweile in der Öffentlichkeit als lernresistente Dorftrottel dastehen.
    Zu unser aller Glück ist jedoch festzustellen, daß die Verblödungs-Maschinerie der Political Correctness
    es letztlich nicht geschafft hat, das selbständige Denken in den Köpfen der Menschen abzuschalten.
    Wir alle haben Herrn Sarrazin zu danken, daß er durch sein mutiges Buch eine Diskussion von solcher Tragweite ausgelöst hat,
    daß die objektiven Tatsachen nicht mehr zu verheimlichen sind.
    Dies ist der Hoffnungsschimmer, auf den das Land so lange gewartet hat.
    Also bitte…Schießt unsere Politiker doch endlich mal alle auf den Schrottplatz der Geschichte, da wo sie eigentlich hingehören….

  3. Er wird schon verurteilt bevor das Buch überhaupt erschienen ist. Erst kaufen,lesen,bewerten, willkürliche Ausrisse in Bild usw. sind nicht gerade ausreichend.

  4. @ Michael_N: ich glaube, ich habe bislang nirgendwo einen so guten Kommentar zu diesem Thema gelesen: stimmt genau! Es wird Zeit, sich mal des Themas anzunehmen und die Problematik kritisch zu beleuchten. Wenn man nach so einer Äußerung gleich in eine Schublade gesteckt wird, wirkt das dem Grundsatz der freien Meinungsäußerung entgegen. Man traut sich irgendwann nicht mehr, Menschen wie Sarrazin öffentlich beizupflichten. Diese Angst wird durch die radikalen Äußerungen der Politiker noch gestärkt. Armes Deutschland…

  5. Wer weniger an reißerischen, denn tatsächlichen Fakten aus Sicht der Muslime interessiert ist, dem sei ganz herzlich das neue Buch „Integrationsunwillige Muslime?“ von Prof. Dr. Ahmet Toprak von der FH Dortmung ans Herz gelegt. Erschienen im Lambertus-Verlag (www.lambertus.de) und erhältlich im Buchhandel bzw. bei amazon und Konsorten.

    Im Gegensatz zu zu Sarrazin macht Toprak Hoffnung, dass Integration immer mehr zweigleisig (und zwar aufeinander zugehend) erfolgen wird. Das Buch macht neugierig auf andere Menschen und Kulturen und sollte von jedem politisch und gesellschaftlich aktiven Menschen gelesen werden. Ein Milieubericht, der wirklich aufweckt, aufklärt und aufmuntert: eine kultursensible Pflichtlektüre .

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