Neues im Fall Jörg Kachelmann: Freundin gibt Rätsel auf

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In den letzten Wochen ist das Thema Jörg Kachelmann etwas in den Hintergrund getreten. Jetzt kommt allerdings wieder Bewegung in den Fall, da eine Gutachterin die Aussagen der Ex-Freundin als „zweifelhaft“ beurteilte. Ein Glaubhaftigkeits-Gutachten sollte Licht ins Dunkel bringen, um den Tathergang rekonstruieren zu können. Doch die Aussagen des Opfers seien sehr vage gewesen und ließen einige Fragen offen.

Vor kurzem wurde jedoch bekannt, dass Jörg Kachelmann gleichzeitig 14 Freundinnen gehabt haben soll. Allen hat er regelmäßig Geschenke gemacht, in vielen Fällen sogar die gleichen. Auch der Kosename sei immer der gleiche gewesen. So nannte Jörg Kachelmann seine Freundinnen „Lausemädchen“ und habe sich sogar aus der U-Haft bei ihnen gemeldet. Auch wenn die Aussagen der Ex-Freundin als vage gelten, sprechen solche Details nicht gerade für Jörg Kachelmann. Die Staatsanwaltschaft wird also noch einige Arbeit zu leisten haben, um die Fakten gegeneinander abzuwägen.

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9 Kommentare zu "Neues im Fall Jörg Kachelmann: Freundin gibt Rätsel auf"

  1. Was bleibt denn da noch abzuwägen? – Sein Liebesleben geht niemanden etwas an! Die Details aus seinem privaten Leben, haben auch nichts mit der Urteilsfindung zutun – genau hier zählen nämlich nur Fakten.

  2. DetlevT | 6. Juni 2010 um 12:31 |

    Wenn die Zahl der Beziehungen überhaupt etwas mit dem Tatvorwurf zu tun haben könnte, dann stellt sich doch eher die Frage, ob eine Frau mehr oder weniger für ihn so wichtig sein könnte, dass er derartig ausrastet?

    Viel ändern wird sich erst einmal nicht. Selbst wenn man unterstellt, dass der SPIEGEL zuverlässige Quellen hat, so sind selbst fragwürdige Beweise ja immer noch Beweise. Der StA kann die Anklage nicht mehr zurücknehmen,dazu ist er schon zu weit gegangen. Das Gericht wird sich die Beweiswürdigung für ihr Urteil aufsparen, also wird es zu einem Prozess kommen. Damit bleibt auch die Fluchtgefahr bestehen und Jörg K. in U-Haft bleiben.

    Und auch wenn er freigesprochen werden sollte, eine öffentliche Rehabilitierung wird er wohl nicht erhalten. Das Gericht stellt eine Schuld fest – oder auch nicht. Auf eine Bestätigung der Unschuld hat kein Angeklagter einen Anspruch.

  3. ichbins | 6. Juni 2010 um 13:35 |

    „… da eine Gutachterin die Aussagen der Ex-Freundin als „zweifelhaft“ beurteilte. “

    Mir stellt sich hier die Frage, wie viele Gutachter/innen haben ein Gutachten erstellt? Beide Seiten? Wer ist gemeint mit „eine Gutachterin“?

    Wäre ich Anwalt von Herrn Kachelmann würde ich aus taktischen Gründen eine Frau als Gutachterin bestellen, weil das Gutachten in Bezug auf eine mögliche Vergewaltigung“ an einer Frau besser angenommen wird, als wenn ein Mann das Gutachten erstellt. Ausserdem … würde ich natürlich alles versuchen, meinen Mandanten freizubekommen, damit gilt auch, alles an Vorwürfen zu entkräften und den „Gegner“ als unglaubwürdig hinstellen.

    Allerdings, wenn die Glaubhaftigkeit der Anklägerin in Frage gestellt wird so ist auch die Glaubhaftigkeit des Angeklagten in Frage zu stellen.

    Ich persönlich kann mir zu diesem Fall beides vorstellen. Einen „Total-Ausraster“ eines ertappten Kachelmanns und auch einen „Racheakt“ einer durch Kachelmann erzeugten, verletzten Frau.

    Es wird auch nicht die Wahrheit gewinnen bzw. herauszufinden sein, sondern die besseren Anwälte, die die Lücken in der Gesetzgebung finden.

  4. martin scherzinger | 6. Juni 2010 um 16:42 |

    Da unterliegst du einem Irrtum liebe Sabine. Bei einem möglichen Verbrechen dieser Art ist durchaus auch besonders das Privatleben von enormer Bedeutung. Dass jemand gleichzeitig 14 Freundinnen hat muss nicht zwingend in kausalem Zusammenhang zu einer Vergewaltigung oder Körperverletzung oder sonstigen Verbrechen stehen, kann aber durchaus Einfluss die Glaubwürdigkeit haben. Wie es letztendlich mit den Fakten aussieht, bleibt noch abzuwarten. Hauptsache die Wahrheit kommt ans Licht und die Gerechtigkeit wird siegen.

  5. helge k. | 10. Juni 2010 um 08:23 |

    das Gutachten wurde v, der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben bei der renommierten Rechtspsychologin Prof.Dr. Luise Greuel. Weitere Aussagen zu angeblich festgestellten DNA- und Blutspuren kommen vom Landeskriminalamt – u.a. die Aussage, dass es sich bei dem Blut auch um Tierblut handeln könnte und die festgestellten DNA-Spuren nicht eindeutig zugeordnet werden können.
    Die Behauptung, Hr. Kachelmann pflege mehrere Amouren beruht gleichermassen auf reiner Spekulation und ist keinesfalls bewiesen. Eher ist davon auszugehen, dass sich einige Damen eine Beziehung mit Herrn Kachelmann gern gewünscht hätten – siehe Facebook unter FREE KACHELMANN.
    Unzählige angebliche EX-Frauen wurden hier bereits als Lügnerinnen geoutet, tatsächliche Freundinnen von Herrn Kachelmann haben sich hingegen stets positiv über Ihn geäußert – was nach Beendigung einer Beziehung nicht immer selbstverständlich ist.
    Hinzu kommt, dass eine Neuorientierung nach einer Scheidung doch wohl erlaubt wäre. Würden die Angaben über die vielen Liebschaften des Herrn Kachelmann stimmen, würde Giacomo Casanova sicher vor Neid erblassen !

  6. Man kann dem Helge nur zustimmen.
    Welcher Mann, sofern er die Weiblichkeit und ihre Maschen so erfahren hat, will den gleichen Fehler nochmals begehen? EheHopping wird Mann wohl generell vermeiden.
    Mann schaut sich daher künftig etwas genauer um, wobei die Anzahl der Damen, die da meinen man sei ihnen zugehörig, eher unerheblich ist . Wichtig ist es allein die alten Fehler künftig zu vermeiden und neue Prioritäten setzen. Was tun Mann demzufolge, wenn angeblich 14 Möglichkeiten gegeben sind und eine davon Probleme bereitet?

    Andererseits: sofern wirklich Liebe im Spiel ist, man sich über Wochen nicht gesehen hat, begegnet man sich da wirklich mit simplen Zuneigungsbekundungen?

    Allein aus der Lebenserfahrung heraus kann man abschätzen daß die veröffentlichte Schilderung von K. schlüssiger ist als jene des „Opfers“. Wem gelüstet es nach Streit und Stress, wenn die Möglichkeit einer Versöhnung nicht gegeben ist, noch nach Sex?
    An der Schilderung des „Opfers“ stimmt wohl nichts bis überhaupt nichts.

    Schlimm an derartigen Beschuldigungen ist aber vor allem daß Unschuldige in jedem Fall geschädigt werden, während es wohl bis heute keinen bekannten Fall gibt in dem sich eine Frau für ihre Falschanschuldigungen verantworten mußte.

    Es wäre Zeit dafür.

  7. 14 Freundinnen und zusätzlich arbeiten, der Tag müsste mindestens 48 Stunden haben. So einen Mist kann man nicht glauben.

    Seine Ex-Freundin übt Rache, das ist alles. Kachelmann hat ihr nicht das gegeben was sie verlangt hat. Und den Ruf so eines Menschen zu schädigen ist eine sehr einfache Übung. „Ich bin vergewaltigt worden“ Damit kann doch heute jede Frau einen Mann in die Knie zwingen. Das ist die Schande überhaupt!
    Aber Liebe kann man nicht erzwingen , so wird sie letztendlich der Verlierer sein.

  8. Wenn eine Frau eine Vergewaltigung nur vortäuscht um sich an
    einem Mann zu rächen,so sollte sie die gleiche Strafe wie der
    ein Vergewaltiger erhalten. Welcher normale Mann hat Lust auf
    Sex wenn seine Partnerin nicht will? Auswahl an willigen Frauen
    hatte er doch genug!

  9. Karl-Heinz Gerlach | 2. September 2010 um 09:40 |

    Mir sind aus meiner Dienstzeit als Kriminalbeamter Fälle selbst bekannt, in denen Frauen Männer als Vergewaltiger und Räuber angezeigt haben, bei denen nur ganz oberflächliche blutende Hautritzer mit einem Messer selbst vorgenommen wurden, um entsprechende Delikte vorzutäusdchen.
    So filigran kann bei einem Gerangel um eine Vergewaltigung keiner
    Schnitte zufügen.
    Karl-Heinz

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