Haiti: Gewalt, Unruhen und nur schleppende Hilfe nach Erdbeben

Haiti nach dem Erdbeben

Die Lage in Haiti ist dramatisch. Die Gewalt nimmt zu, die Opferzahlen steigen immer weiter an und die Regierung sah sich jetzt dazu gezwungen, den Ausnahmezustand auszurufen.

Dass ein Erdbeben einen Staat in die Knie zwingen kann, hätte man noch vor einer Woche nicht erwartet. Doch jetzt herrscht das blanke Chaos auf Haiti, nachdem ein starkes Erdbeben weite Teile des Landes dem Erdboden gleich gemacht hat. In der Hauptstadt Port-au-Prince ist die Infrastruktur komplett zusammengebrochen, Rettungsteams schaffen es kaum in die Stadt. Überall liegen schwer verletzte Menschen herum und Leichen säumen den Weg. Ein Bild wie in einem Albtraum.

Aufgrund der Trinkwasserknappheit steigt auch die Gewalt im Land. Plünderungen stehen auf der Tagesordnung, weil die Menschen am Ende ihrer Kräfte sind. Auch Schießereien wurden vermeldet, weswegen vielen Rettungsteams nahe gelegt wurde, nicht nach Port-au-Prince zu fahren. Damit spitzt sich die Lage noch weiter zu. Die USA haben jetzt tausende Soldaten nach Haiti geschickt, um der Lage Herr zu werden. Erst wenn sich die Situation wieder etwas beruhigt hat, können Helfer wieder ihrer Arbeit nachgehen, obwohl deren Hilfe gerade jetzt dringend nötig ist. Deutsche Helfer haben aktuell davon abgesehen, in die Hauptstadt zu fahren, weil es zu unsicher ist. Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Erdbeben-Opfer auf Haiti auf bis zu 200.000 ansteigen wird. Die Europäische Union will Haiti mit insgesamt 420 Millionen Euro helfen. Geld, das zwar nötig ist, allerdings nur etwas bringt, wenn Helfer in die Katastrophengebiete vordringen können.

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