DSDS 2010 ist umstritten und beliebt. Während die Fans die Kandidaten, die vor wenigen Monaten noch völlig unbekannt waren, zu Weltstars erheben, bemängeln Kritiker die Niveaulosigkeit der Show und Jury sowie die Ausnutzung der Kandidaten, die zum Zwecke eines Multimillionengeschäftes “benutzt” werden.
Doch eines steht fest: keine andere Castingshow im deutschen Fernsehen erreicht solche Einschaltquoten und beherrscht die Medienwelt in solchem Maße wie DSDS 2010.
Doch selbst die Kritiker der Show, die sich vor allem unter renommierten deutschen Tageszeitungen finden, profitieren von der Beliebtheit der Show. Es scheint zum guten Ton zu gehören, möglichst schlecht über DSDS 2010 und diverse andere Castingshows zu urteilen. So versucht man, das eigene Niveau zu heben, was allerdings nicht wirklich gelingt.
Die Kandidaten
Die Kandidaten bei DSDS 2010 sind wahrscheinlich sogar die unterschiedlichsten, die es in der Geschichte der Show bislang gab. Vom Ex-Knacki mit bewegender und schockierender Vergangenheit über den gefestigten Familienvater bis hin zur braven, leicht naiven Kim ist alles vorhanden. Natürlich durften bei DSDS 2010 auch die Skandale nicht fehlen. War es in der letzten Staffel die blonde Zicke Annemarie, die durch freizügige Fotos für Furore sorgte, ist es nun Helmut Orosz, der durch übermäßigen Alkohol- und Drogenkonsum Schlagzeilen machte und gewiss kein Vorbild für die Zuschauer von DSDS 2010 ist.
Die Jury bei DSDS 2010
Dieter Bohlen ist das DSDS-Urgestein und umgibt sich immer wieder mit neuen Juroren an seiner Seite. In diesem Jahr waren es Volker Neumüller und Nina Eichinger. Während ersterer ein Branchenkenner ist, scheint Nina Eichinger mehr als schöner Blickfang zu dienen. Fachkundige Beurteilungen und eine eigene Meinung, die sie auch gegenüber Poptitan Dieter Bohlen durchsetzt, suchte man bei ihr vergebens.
Egal, wie man über DSDS denken mag: Die Staffel 2010 brach alle Rekorde. Einschaltquoten von bis zu rund sieben Millionen zeigen, dass das Format auch in Zukunft Erfolg haben wird. Doch warum ist das so? Das Erfolgskonzept setzt sich vor allem aus den authentischen Sprüchen Dieter Bohlens, der Mannigfaltigkeit der Kandidaten und den vielen Skandalen zusammen, die über die gesamte Medienlandschaft nach außen kommuniziert werden.